Grüner Tee

Grüner Tee

Grüner Tee ist eine besonders im asiatischen Raum beliebte Sorte des Tees. Der grüne Tee wird bei der Herstellung nicht fermentiert und behält daher seine charakteristische grüne Farbe der Blätter. Stattdessen wird der grüne Tee nach dem Pflücken je nach Sorte kurz mit warmem Wasserdampf bedampft, geröstet oder erhitzt um die Fermentation zu verhindern. Grüner Tee ist besonders aufgrund seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit bekannt.

Japanischer Grüntee

  • Bancha. Dieser Grüntee ist ein Alltagstee, der sich durch seinen niedrigen Koffeingehalt auszeichnet. Gepflückt werden die unteren Blätter des Tees, die schon länger an der Pflanze sind und daher weniger intensiv schmecken und weniger Koffein enthalten.
  • Gyokuro. Auf deutsch „Tautropfen“ gilt dieser Tee als einer der hochwertigsten Grüntees. Er wächst ausschließlich im Schatten, wo er zu für drei Wochen aufgezüchtet wird. Er hat ein sehr mildes Aroma und wird mit bei einer Wassertemperatur von nur 60 Grad zubereitet.
  • Kukicha. Statt aus den Blättern besteht dieser Grüntee hauptsächlich aus den Stängeln und Blattenden der Teepflanze. Er hat daher wenig Koffein, ist aber dennoch von hoher Qualität.
  • Matcha. Dieser besondere Tee ist ein Pulvertee, er wird durch mahlen und zerreiben der Grünteeblätter gewonnen. Der Matcha Tee wird vor der Ernte verschattet um ein starkes Aroma zu erhalten.
  • Sencha. Der am häufigsten getrunkene Grüntee Japans, ein Sonnentee mit besonders frischem Geschmack. Traditionell wird er zu drei Zeitpunkten im Jahr geerntet.

Aromatisierte Sorten.

  • Jasmintee. Der mit Jasminblüten aromatisierte grüne Tee ist der bekannteste aromatisierte Grüntee. Er wird in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten.

Grünen Tee zubereiten

Die Zubereitung von grünem Tee hängt stark von der Teesorte ab und kann abweichen. Generell kann man aber auch für grünen Tee einige Zubereitungsregeln festlegen. Je Tasse verwendet man einen Teelöffel lose Teeblätter, die in etwa 2g Tee aufnehmen. Für die Kanne kann ein zusätzlicher Teelöffel ins Teesieb gefüllt werden.

Da der grüne Tee nicht fermentiert ist, ist er empfindlicher und kann sein Aroma schneller abgeben. Er wird daher nur bei einer Temperatur zwischen 70 und 80 Grad aufgegossen. Professionelle Wasserkocher für Tee können das Teewasser direkt bis zu der eingestellten Temperatur aufkochen. Wer nur einen Wasserkocher ohne Temperaturauswahl hat, kann das kochende Wasser abkühlen lassen oder mit einem Schuss kalten Wassers direkt abkühlen.

Bei einem grünen Tee sind mehrere Aufgüsse des Tees möglich. Sein volles Aroma entfaltet ein guter grüner Tee erst beim zweiten oder dritten Aufguss. Bei den Aufgüssen sollte man darauf achten, dass der Tee in der Zwischenzeit nicht trocknet. Stattdessen sollte der nächste Aufguss immer mit den feuchten Blättern geschehen.

Generell ist für einen grünen Tee eine Ziehzeit von 1-2 Minuten perfekt. Die Ziehzeit des Tees variiert allerdings bei jedem Aufguss. Während die ersten Aufgüsse recht kurz gehalten werden sollten (der erste zum Beispiel eineinhalb Minuten), können für die Folgeaufgüsse je 30 Sekunden pro Aufguss addiert werden.

Wassertemperatur 70-80 °C
Ziehzeit 1-2 Minuten
Teemenge 1 TL/Tasse

Wirkung von grünem Tee

Zunächst enthält grüner Tee, wie schwarzer Tee, Koffein, welches anregend wirkt. Im grünen Tee sind Gerbstoffe enthalten, die die Aufnahme des Koffeins in den Körper verzögern. Daher wirkt eine Tasse Tee nicht so intensiv anregend wie eine Tasse Kaffe, allerdings hält die Wirkung länger an.

Tee, insbesondere grünem Tee, werden außerdem eine Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften zugeordnet. In vielen Studien wurden diese Effekte auf die Gesundheit des Menschen untersucht. Auch wenn nicht alle Versprechen, die dem Wundermittel grünem Tee zugeschrieben werden, bestätigt werden können, hat Tee nachweislich eine positive Auswirkung auf die Gesundheit. Diese wird auf den im Tee enthaltenen Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) zurückgeführt. So soll dieser Wirkstoff bei Übergewicht, Diabetes, Entzündungen, Alzheimer, Parkinson und Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv auf den Körper wirken.

Die Gerbstoffe im grünen Tee wirken beruhigend auf Magen und Darm und helfen so bei Verdauungsstörungen oder Erkrankungen. Grüner Tee enthält die Vitamine A, B, C und B 12, die für Nervensystem, Blutkreislauf, Immunsystem und Stoffwechsel. Zusätzlich enthält grüner Tee Polyphenole. Diese Moleküle wirken wie ein kurzer Stressreiz für den menschlichen Körper. Das Immunsystem wird angeworfen und kommt in Fahrt, durch die kleine Störung und das Aufwühlen wird das Immunsystem langfristig gestärkt.

Wie gesund ist grüner Tee?

Auch wenn Tee eine Vielzahl für den Körper positiver Substanzen enthält – wirkt er nachweislich positiv für die Gesundheit? In Japan wurde eine 11 Jahre lange Studie mit über 40.000 Teilnehmern durchgeführt. Während eine positive Wirkung auf den Blutkreislauf nachgewiesen werden konnte, wurden die dem grünen Tee zugeschriebenen Kräfte bei der Prävention von Krebs nicht bestätigt.

Dennoch: Die grünen Blätter haben ihren gesundheitsfördernden Ruf nicht zu unrecht. EGCG, Vitamine und Polyphenole stärken den Körper.