Cold Brew Tee – Mit welchen Teesorten ist es möglich?

Cold Brew Tee – Mit welchen Teesorten ist es möglich?

Was hierzulande noch ein relativ neuer Trend ist, ist in Japan eine als Mizudashi bekannte traditionelle Form grünen Tee mit kaltem Wasser zuzubereiten, d.h. als Cold Brew Tee. Durch das schonende Ziehen im kalten Wasser werden Inhaltsstoffe anders bzw. langsamer gelöst; der Tee schmeckt zumeist etwas milder, weniger bitter, aber intensiv im Aroma. Der bei herkömmlicher Zubereitung auftretende, leicht herbe oder bittere Geschmack wird übrigens durch Tannine – welche auch im Wein oder im Kaffee entscheidend den Geschmack beeinflussen – verursacht. Bei der Cold Brew Methode lösen sich hingegen deutlich weniger Tannine, was den eher milden, samtigen Geschmack erklärt.

Sind alle Teesorten für das Cold Brew Verfahren geeignet?

Im Grunde genommen sind wohl die meisten Teesorten für dieses Aufgussverfahren geeignet. Trotzdem, es gilt ein paar Dinge zu beachten, um beim Genuss keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

So haben Grüner Tee, Weißer und Schwarzer Tee sowie Oolong einen großen Vorteil gegenüber anderen Sorten. Diese Teesorten haben eine Gemeinsamkeit, nämlich dass man sie bei der Herstellung bereits erhitzt und so eventuell vorhandene Bakterien oder Keime abtötet. Mischungen für Aufgussgetränke wie Früchte- oder Kräutertee werden bei der Herstellung nicht erhitzt und können deshalb unter Umständen Verunreinigungen oder Bakterien aufweisen. Gleiches gilt für billige Teesorten aus der Massenproduktion, denn die Teebeutel können ebenfalls geringe Mengen an Schadstoffen oder Bakterien enthalten – was bei der traditionellen Zubereitung mit heißem Wasser kein Problem darstellt.

Welche Teesorten sind am besten geeignet?

Grüntees sind sicherlich perfekt für die Cold Brew Aufgussmethode geeignet. Insbesondere der japanische Gyokuro, der sich durch sein intensives Aroma und leicht süßlichen Geschmack auszeichnet, ist eine beliebte Sorte für Cold Brew Getränke. Sehr interessant sind auch Grüntees aus der chinesischen Provinz Zhejiang, um eine samtig-zarte Tasse Cold Brew Tee zuzubereiten.

Im Gegensatz zur eher frischen, sommerlichen Note japanischer Grüntees verwöhnen Weißteesorten mit ihrem süßlicheren Duft und einer angenehm cremigen Note. Für Cold Brew eignen sich etwa Weißteesorten wie “White Buds” mit seinen wundervollen, silbernen Blattknospen und seinem milden, aromatisch samtenen, leicht süßlichen Geschmack.

Feiner Hochland Oolong aus Taiwan, mit seiner feinen, cremigen Note und blumigem Duft, eignet sich ebenfalls hervorragend für einen leckeren Cold-Brew-Tee. Aber auch alle anderen Oolong-Sorten sind für Cold Brew prädestiniert.

Wenngleich sich die Schwarzteesorten zum Teil sehr stark unterscheiden, so muss man doch feststellen, dass Schwarztee im Cold Brew Verfahren dazu neigt, insbesondere fruchtige Noten zu verlieren. Was nicht heißen soll, dass man mit Schwarztee keine leckeren Ergebnisse erzielen kann. Viele Liebhaber des Kaltaufgusses kombinieren gerne Schwarzteesorten mit anderen Teesorten, wie zum Beispiel Grüntee.

Auch die Kombination mit verschiedenen Gewürzen sollte man in Betracht ziehen. So bildet etwa die Kombination mit getrockneter oder frischer Minze ein durchaus interessantes Geschmackserlebnis. Der Experimentierfreude sind kaum Grenzen gesetzt.

In jedem Fall empfiehlt sich die Verwendung loser Teeblätter für den Cold Brew, da sich so feinste Nuancen und Aromen aus den ganzen Teeblättern erst richtig entfalten können. Eine Überextraktion ist übrigens – anders als bei heiß aufgebrühtem Tee – bei der Cold Brew Methode praktisch ausgeschlossen.

Die Geschichte von Scones und Tee: Vom traditionellen Frühstück zum köstlichen Mixer

Die Geschichte von Scones und Tee: Vom traditionellen Frühstück zum köstlichen Mixer

Scones und Tee sind zwei der beliebtesten englischen Kulturen. Doch wie hat das Gebäck zum Getränk gefunden? In diesem Blogpost werden wir einen kurzen historischen Abriss der beiden Kulturen durchgehen und herausfinden, wie sie zusammenkamen.

Einführung: Wie englisches Gebäck seinen Weg in Getränke fand

Die Geschichte von Scones und Tee ist interessant. Tee gibt es schon seit Jahrhunderten, aber erst im 18. Jahrhundert wurde er in Großbritannien populär. 1662 heiratete König Karl II. Katharina von Braganza und sie brachte eine Vorliebe für Tee aus Portugal mit. Die Briten begannen schnell Tee zu trinken und 1750 importierte England bereits 2 Millionen Pfund Tee pro Jahr.

Im 18. Jahrhundert wurden Scones (ursprünglich aus Schottland) als Dessertgericht mit Clotted Cream* und Marmelade, oder als Beilage zu Suppe oder Fisch serviert. Auch auf hochklassigen Partys wurden sie als Fingerfood, oder bei Hochzeiten und Taufen als Teil der Kuchentafel gereicht.

* Clotted Cream ist eine Vielzahl von Sahne, die aufgrund ihrer dickflüssigen Konsistenz gerne als Topping auf süßen Köstlichkeiten verwendet wird. Clotted Cream ist in Großbritannien und Irland besonders beliebt und wird oft mit Früchten oder Marmelade serviert.

Doch wie hat nun englisches Gebäck seinen Weg in Getränke gefunden?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: durch die Kreativität und den Erfindungsgeist der Menschen.. und durch die Amerikaner. Die US-Amerikaner sind bekannt dafür, dass sie alles mögliche in ihre Getränke mischen – und so ist es auch mit englischem Gebäck. Natürlich gibt es auch in Großbritannien Kuchen und Gebäck, aber die Amerikaner haben einfach die Kreativität, dieses Gebäck in ihre Getränke zu mischen. Dabei ist es egal, ob es sich um Kaffee, Tee, Milch oder sogar alkoholische Getränke handelt. Die Amerikaner finden immer eine Möglichkeit, (englisches) Gebäck in ihre Getränke zu integrieren. Bei Starbucks gibt es zum Beispiel den „London Fog“. Inspiriert wurde das Getränk von Earl Grey Tee mit Vanillesirup und gedämpfter Milch – ganz wie ein englischer Nebeltag (oder Morgen). Und so ist es dann auch kein Wunder, dass englisches Gebäck inzwischen auch in Deutschland seinen Weg in Getränke gefunden hat.

Scones und Tee…

…sind die perfekte Kombination für eine entspannende Zeit. Diese köstlichen Leckereien können Sie ganz einfach zu Hause selber machen und sie sind die perfekte Ergänzung zu einem heißen Tässchen Tee. Scones sind schnell und einfach zuzubereiten und sie schmecken einfach himmlisch. Tee ist eine perfekte Begleitung zu Scones, da er die perfekte Ergänzung zu den kleinen Kuchen ist. Natürlich ist Tee auch ein entspannendes und beruhigendes Getränk, das perfekt geeignet ist, für eine Tasse Zeit mit Freunden oder Familie.

Von China nach Europa – Die Reise des Tees

Von China nach Europa – Die Reise des Tees

Ob als Handelsgut oder leckeres Heißgetränk, Tee ist international nicht wegzudenken. Kaum zu glauben, dass Europa erst vor 400 Jahren in seinen Genuss kam. Die weite Reise brauchte erst die rege Schifffahrt so wie den menschlichen Drang nach neuen Entdeckungen.

Tee in Deutschland

Heutzutage ist Hamburg der Mittelpunkt des europäischen Teegeschäfts. Auf Hamburgs Hafen treffen nicht nur zahlreiche Teesorten aus aller Welt Länder ein. Deutschland hat sich fest auf dem Markt etabliert und ist für seine hochwertigen Teemischungen weltweit bekannt. Mittlerweile wird Deutschlands Tee in über 110 Ländern genossen und es werden mehr. Sogar in den Ursprungsländern, China und Japan, sind die deutschen Kreationen heißbegehrt.

Wo der Tee seine Reise begann

Teeplantagen in Asien

Per Schiff fand der Tee 1610 seinen Weg nach Europa. Damals importierte die niederländische Ostindien-Kompanie die erste Ladung grünen Tee direkt in den Hafen von Amsterdam. Die niederländischen Händler, welche als einzige ein Handelsabkommen mit Asien hatten, erwarben den Tee auf Java. Interessanterweise erhielten sie den asiatischen Tee von Portugiesen, welche innerhalb Asiens Geschäfte machten. Zum Glück, einen direkten Weg zum Handel mit China gab es noch nicht.

Erst ein paar Jahre später, ab 1637, wurde Tee regelmäßig importiert. Die holländischen Schiffe nahmen ab dann bei jeder Überfahrt eine Ladung mit an Board. Das heutige Jakarta, damals Batavia, diente als Handelsstützpunkt. Ab 1644 begannen die Niederländer den Teehandel mit England. Sie lieferten die ersten 100 Pfund chinesischen und japanischen Tee aus.

Der Beginn der britischen Teekultur

Katharina von Braganza, die portugiesische Prinzessin, heiratete 1662 den englischen König Charles II. In ihrer Mitgift brachte sie den ersten Tee nach England. Ihre eigene Vorliebe für das Heißgetränk bewog sie dazu, den Tee am englischen Königshof zu etablieren. Die adeligen Gäste verliebten sich schnell in das vornehme Getränk. Die britische Teekultur war geboren. Vorerst war diese ausschließlich der Oberschicht vorbehalten.

Import von Tee per Schiffsweg

Im Jahr 1669 schloss die britische Ostindien-Kompanie ein Handelsabkommen mit China und erhielt das Monopol. Der englische Teehandel fand seinen Anfang. Damals konnten die Engländer den Genuss des asiatischen Tees nicht voll auskosten. Der lange Seeweg, welcher sechs bis neun Monate in Anspruch nahm, sowie die schlechten Lagermöglichkeiten verringerten die Qualität.

1717 verschaffte Thomas Twining den einfachen Bürgern Londons die Möglichkeit Tee zu genießen. Er eröffnete das erste Teegeschäft und löste damit einen Trend aus. In den folgenden Jahren verbreitete sich der Tee im ganzen Land. In London wurden die sogenannten Teegärten eingeführt. Extra wurden in Parks Verkaufsstände eingerichtet.

Wo die Liebe zum Kulturerbe wurde

Durch die niederländischen Nachbarn entdeckten die Ostfriesen Mitte des 17. Jahrhunderts ihre Liebe zum Tee. Die Vorliebe entwickelte sich zu einer ganz speziellen Teekultur. Die ostfriesische Tradition der Teekultur wurde sogar zum immateriellen Kulturerbe durch die UNESCO ernannt. Das erste Teegeschäft in Deutschland wurde 1743 eröffnet. Bis heute erfreut der Laden namens Tee-Seeger in Hannover seine Kunden.

Verbote hielten Teeliebhaber nicht ab

Im Jahr 1778 versuchte der preußische König Friedrich der II. ein Verbot für den Teekonsum einzuführen. Er scheiterte damit kläglich. 1780 verbot England aus Eigennutz den Niederländern den Teehandel. Viele niederländische Teehändler ließen sich nicht aufhalten. Sie wanderten nach Ostfriesland aus und erhielten ihren Teehandel aufrecht.

Das Verbot wie auch die Verlagerung des Handels führten dazu, dass mehr Leute ihre Vorliebe für Tee entdeckten. Vor allem in Norddeutschland fanden sich immer mehr Teeliebhaber. Es bildeten sich sogenannte Teegesellschaften, welche sich in literarischen Salons zusammen fanden. Der eigentliche Teehandel in Deutschland begann ab 1849.

Der Teehandel wurde international

Nicht nur Deutschland sondern auch die USA und andere Nationen stiegen 1849 in den Teehandel ein. Der erste Auslöser war das Ende des Handelsabkommen zwischen England und China im Jahr 1834. 1849 wurden die Importeinschränkungen in England, welche als Navigationsakte bekannt waren, aufgehoben. Einen weiteren Aufschwung erfuhr der Teehandel 1866 mit der Eröffnung des Sueskanals.

Mit dem Sueskanal begannen die Händler bessere Schiffe einzusetzen. Der ohnehin kürzere Weg nach Asien konnte schneller zurückgelegt werden. Von sechs bis neuen Monaten verringerte sich die Fahrt auf 100 Tage und weniger. Die amerikanischen Fracht-Segelschiffe namens Klipper erfuhren ihre Blütezeit. Eigens für den Teehandel wurden Teeklipper eingesetzt. Zur Freude aller europäischen Teetrinker verlor der asiatische Tee weniger an Qualität beim Import.

Der Tee verbreitete sich weltweit

Der Teeanbau, welcher davor auf China und Japan beschränkt war, verlagerte sich ebenso. Ab 1860 begann im heutigen Sri Lanka, früher Ceylon, der Anbau. Ende des 19. Jahrhunderts bauten die Georgier als erste in Europa an. In den 1920ern begannen die ersten Versuche in der Türkei. Erst 1937 wurde ertragreich geerntet. Nach und nach folgten die Bewirtschaftungen mit Teesträuchern auf den Azoren, in England und an der Schwarzmeerküste nahe dem östlichen Sotschi.

Der Teehandel heute

Von ein paar Kisten stieg der Teehandel auf rund zwei Millionen Tonnen jedes Jahr an. China ist das Land mit dem höchsten Erntevolumen gefolgt von Indien. Hauptexporteur von Tee ist Kenia, wo jährlich eine halbe Million Tonnen Tee das Land verlassen. China liegt mit 326.000 Tonnen dahinter. Auf europäischem Boden ist die Türkei der Hauptteelieferant. Über 214.000 Tonnen Tee werden jährlich exportiert.

Deutschland importiert jährlich rund 55.000 Tonnen Tee, wobei die Tendenz steigend ist. Zahlreiche Unternehmen haben sich darauf spezialisiert Teesorten zu veredeln und neue Mischungen zu kreieren. Mehr als die Hälfte des importieren Tees wird jährlich global verkauft. Der Export der deutschen Teekreationen steigt ebenso kontinuierlich an. Als Teehändler hat Deutschland eine wichtige und hohe Position am internationalen Markt.

Die Teetrinker im Heute

Auch heute ist das Teetrinken ein Ritual

Ungeschlagen mit ihrer Liebe zum Tee sind die Ostfriesen. Pro Jahr werden rund 300 Liter Tee pro Kopf konsumiert. In Kuwait ist das Heißgetränk nahezu genauso beliebt. Es werden 295 Liter pro Einwohner und Jahr getrunken. Obwohl die englische Teekultur international bekannt ist, werden nur 213 Liter pro Jahr und Person genossen. England bewegt sich mit seinem Teeverbrauch an fünfter Stelle.

Neben den Ostfriesen liebt auch der Rest Deutschlands Tee. Rund 26 Liter werden jährlich pro Person getrunken. Der Gesamtverbrauch liegt bei 18.500 Tonnen im Jahr. Mehr als ein Dreiviertel des konsumierten Tees ist Schwarztee. An zweiter Stelle etablierte sich der grüne Tee mit knapp unter einem Viertel des gesamten Teeverbrauchs.

Als Genussmittel und Wirtschaftsgut erfuhr der Tee in den letzten Jahrhunderten einen kontinuierlichen Aufschwung, welcher noch immer anhält. Die lange Reise des Tees und die Ausdauer der Seefahrer seit dem 16. Jahrhundert haben sich in allen Belangen für uns Europäer gelohnt.

Die besten Gesundmacher: Tee und ein gutes Buch

Die besten Gesundmacher: Tee und ein gutes Buch

Wenn eine Erkältung oder gar die Grippe quälen, sind ein leckerer Tee und ein gutes Buch die besten Gesundmacher. Nicht nur rund 5000 Deutsche bestätigen dies in einer Umfrage. Auch Mediziner Dr. med. Eckhart von Hirschhausen stimmt dem Ergebnis zu.

Die besten und beliebtesten Gesundmacher

Laut einer Umfrage von Vorsicht Buch! ist Tee als Gesundmacher der absolute Spitzenreiter. Jeder fünfte also 21 % aller befragten Deutschen ab 14 Jahren vertrauen auf die wohltuende Wirkung des Heißgetränks. Dicht gefolgt mit 17,2 % liegt „ein Buch lesen“ an zweiter Stelle. Immerhin noch den dritten Platz mit 15 % belegen Kuscheln und zwischenmenschliche Nähe, um den Heilungsprozess anzukurbeln. Weder Tee noch ein gutes Buch können von Musik hören mit 13,7 % oder spannenden Filmen mit 13,2 % geschlagen werden. Ebenso das heiße Bad als Heilmittel bewegt sich nur im Mittelfeld mit 15 %.

Die Meinung des Mediziners

Dr. med. Eckart von Hirschhausen, der Autor von „Wunder wirken Wunder!“, kann sich dem Ergebnis der Umfrage nur anschließen. Mit dem Zitat „Medizin ist die Kunst, dem Patienten die Zeit zu vertreiben, die der Körper braucht, um sich selbst zu helfen.“ von Voltaire untermauert er seine Zustimmung. Starke Medikamente nehmen dem Immunsystem die Arbeit ab. Tee und Buch sorgen dafür, dass der Körper neue Abwehrkräfte bildet und sich selbst heilt. Die gesündere Variante liegt klar auf der Hand.

Frauen und Männer – Da sind sie sich einig!

Die Umfrage zeigte auch klare Trends hinsichtlich des Geschlechts bei den Gesundmachern auf. Wo bei Frauen die Bücher mit 18,1 % höher im Trend lagen, hören 17,3 % der Männer lieber Musik als Unterstützung des Heilungsprozesses. Besonders beim Thema Hausarbeit lagen die Damen und Herren der Schöpfung weit auseinander. Fast doppelt so viele Männer wie Frauen, 1,6 % zu 0,9 %, ziehen die Hausarbeit heran, um in den eigenen vier Wänden zu gesunden. 2,5 % aller befragten, männlichen Deutschen besinnen sich gern auf Kreuzworträtsel, was nur 1,4 % aller Frauen entspannend finden. Doch beim Tee waren sich beide Geschlechter einig. Bei Frauen wie auch Männern ist Tee der Spitzenreiter der Gesundmacher.

Unterschiede auch zwischen Altersgruppen und Bundesländern

Vor allem bei der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren zeigte sich klar eine Vorliebe. Jeder dritte Jugendliche zieht das Teetrinken zu therapeutischen Zwecken vor. An zweiter Stelle setzen die jungen Deutschen auf Kuscheln und Nähe, um sich im Krankheitsfall wohler zu fühlen. Die ältere Generation hingegeben setzt das Lesen eines Buches an die Spitze. Bei der Altersgruppe ab 50 Jahren waren dies 21,2 % und ab 60 Jahren sogar 25,2 % der Umfrageteilnehmer.

Die Bundesländer im Umfragevergleich unterscheiden sich deutlich. Die meisten Teeliebhaber mit 29 % leben in Mecklenburg-Vorpommern. Nur 12 % dort finden das Lesen eines Buches förderlich für die Heilung von Erkrankungen. Hamburg sticht bei den Umfrageergebnissen heraus. Zur Beschleunigung der Gesundung gilt Musik als Vorliebe. Der Tee liegt bei den Hamburgern nur an zweiter Stelle. Rheinland-Pfalz sowie auch Hessen schwören mit 25 % und 21,5 % aufs Bücherlesen.

Der Tee und seine Beliebtheit

Ob nun die Unterschiede bei Alter, Geschlecht oder Bundesland, die Deutschen sind sich einig. Im Kampf gegen Erkrankungen liegt das Teetrinken ungeschlagen an der Spitze. Die positive Wirkung einer heißen Tasse Tee liegt nicht nur am Entspannungsfaktor. Wissenschaftlich erwiesen gibt es zahlreiche Kräuter, die eine heilende Wirkung besitzen. Ob einzeln oder als Mischung, das Heißgetränk kann in einigen Fällen chemische Medikamente ersetzen. Dies sollte jedoch mit einem Arzt im Vorhinein abgeklärt werden.

Tipp:

Besonders gut bei grippalen Infekten und Erkältungen helfen Thymian, Eibisch, Fenchel, Lindenblüte, Kamille, Spitzwegerich und Salbei. Mit einem warmen Bett und einem guten Buch gepaart, erlöst die richtige Kräuterteemischung auch von starken Erkältungen im Nu.

TeaBalls – Tee zum Auflösen

TeaBalls – Tee zum Auflösen

Einer der Senkrechtstarter des Jahres – und das nicht nur in der Welt der Teeliebhaber – ist zweifelsohne Simon Schmitt aus Gründau mit seinen Tea Balls. Seit Neujahr überschlagen sich die Artikel und Beiträge zum findigen Wirtschaftsingenieur aus Hessen, über den im Februar selbst ProSieben in der Sendung das Ding des Jahres berichtet hat. Dabei haben es seine TeaBalls im wahrsten Sinne des Wortes in sich.

Die Geburtsstunde der Tee Balls

Wenn man sich Simons Geschichte anhört wird man fasziniert feststellen, wie aus einfachen Ideen und viel Engagement große Dinge hervorgehen können. Wie wahrscheinlich viele große Erfolgsgeschichten ihren Anfang haben, suchte er nach einer Antwort auf ein einfaches Problem. Denn Simons Erfolgsgeschichte fing 2017 an, als er Im Urlaub mit seiner Frau am Mittagstisch sitzend den Teebeutel zu lange einziehen ließ und sich anschließend zu allem Überfluss ungeschickterweise verkleckerte. Dieses jedem Teeschmecker so vertraute Missgeschick, ließ in Simon einige Rädchen rattern, und so stellte er sich die simple Frage, ob es nicht vielleicht eine Alternative zu dem Geschmacksverlust und der Sauerei geben könnte. Daraufhin befasste er sich eingehend mit der Anatomie des Tees und studierte eingehend jede Facette der Teesextrakts – von der Zusammensetzung bis hin zur Herstellung. Eins führte zum anderen und so gelang es schließlich dem ehrgeizigen Simon den Teeextrakt in Kapseln zu pressen. Nach einer anschließenden Verköstigung unter Freunden und deren breiten Zustimmung hinsichtlich des Geschmacks, entschied sich Simon das ganze Unterfangen auf kommerzieller Ebene fortzusetzen. Die Teeballs können vielleicht optisch nicht punkten, haben es jedoch in sich, denn sie sind vielseitig einsetzbar und geschmacksintensiver als ihre Verwandten aus dem Beutel. Darüber hinaus sind sie kaltlöslich, können mit Cocktails, Süßspeisen und mit vielen anderen Getränken kombiniert werden.

TeaBalls – Teekapseln für unterwegs

In einer kleinen Packung finden 120 TeaBalls Platz, die je nach gewünschter Geschmacksintensität 30-50 Tassen Tee anreichern können. Dabei erweist sich das ganze Design als äußerst handlich und wurde mit der Absicht entworfen, die Tea Balls überall mitnehmen zu können. Im Handumdrehen können die kleinen Kapseln ins Glas gekippt werden, wo sie sich durch heißes Wasser und Rühren binnen weniger Minuten vollständig auflösen.

Das Unternehmensleitbild – iPhone unter den Tees

Der Entwickler Simon Schmitt

Dabei kombiniert der mehrfach preisgekrönte Erfinder geschickt, heimatverbundene Elemente mit den Bedürfnissen des modernen Zeitgeists. Simon stellt seine Produkte nämlich im nahe gelegenen Langenselbold her und greift dabei auf die Mithilfe des Behindertenwerks Mainz-Kinzig e.V. zurück. Gleichzeitig erklärt er seine zukunftsgewandte Vision des Produkts folgendermaßen:

„Unsere Produktidee passt perfekt in die heutige mobile Gesellschaft und zur To-Go-Generation. Teaballs sind gewissermaßen das iPhone unter den Tees. Neben den fünf klassischen Geschmacksrichtungen Minze, Kamille, Hibiskus-Hagebutte, Grüntee und Earl Grey entwickeln wir gerade weitere Geschmackssorten. Auch einen regionalen Geschmack, den Rothenberger Kräutertee, bieten wir bald an.“

Dank der medialen Berichterstattung und den zahlreichen Auszeichnungen, konnte die angerührte Werbetrommel gepaart mit der Qualität des Produkts, im ersten Quartal 2020 für bedeutende Absatzzahlen sorgen. Tea Balls sind derzeit der Dauerrenner nicht nur unter Teeliebhabern und sollten unbedingt ausprobiert werden.

Tee-Trend Chai Latte

Tee-Trend Chai Latte

Chai Tee ist das beliebteste Getränk der Inder und dort überall erhältlich. Seit einigen Jahren kann auch hier in der westlichen Welt überall ein Chai Latte bestellt werden, ohne das die Bestellung ein Kopfschütteln auslöst – denn auch hier mögen viele das leckere Getränk, das für eine richtige Geschmacksexplosion auf der Zunge sorgen kann. Da ist es kein Wunder, dass Chai Latte zum absoluten Trend geworden ist.

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Tee nach englischer Art: die Britische Teekultur

Tee nach englischer Art: die Britische Teekultur

Tee ist das Nationalgetränk der Briten. Obschon der Pro-Kopf-Verbrauch nur bei 3,5 Kilogramm jährlich liegt (Tabellenführer sind die Ostfriesen mit 4,6 Kilogramm), sind es die britischen Teetrinker, die die westeuropäische Teekultur bis heute entscheidend geprägt haben. Dabei etablierte sich der Teegenuss in breiten Bevölkerungsschichten Großbritanniens erst im späten 18. Jahrhundert. Heute ist der Five-o-Clock-Tea geradezu sprichwörtlich.

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So trinkt man Tee im Norden: ostfriesische Teekultur

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Teekultur in Ostfriesland | Bild: Wikipedia CC-BY

Ostfriesen und Tee – das gehört einfach zusammen, und zwar schon seit Anfang des 16. Jahrhunderts. Damals importierte die Niederländische Ostindien-Kompanie Tee in die Niederlande und bald auch zu den ostfriesischen Nachbarn, von denen auch etliche als Schiffer auf Rechnung der Kompanie beschäftigt waren. Selbst Friedrich II. gelang es 1768 nur für wenige Jahre, den Ostfriesen ihr „chinesisches Drachengift“ zu verbieten. In dieser Zeit blühte der ostfriesische Teeschmuggel ebenso wie zur Zeit der Napoleonischen Kontinentalsperre zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten die Bewohner Ostfrieslands als einzige zu ihren Lebensmittelrationen auch noch „Teekarten“. Die ostfriesische Teekultur gehört noch heute zum Alltag, die mehrfach am Tag zelebriert wird. Es gehört zur Gastfreundschaft, dass jeder Gast, so kurz er auch bleibt, mit Tee willkommen geheißen wird. Kein Wunder also, dass die Ostfriesen Weltmeister im Teetrinken sind und mehr als alle anderen Bevölkerungsgruppen konsumieren, nämlich beeindruckende knapp 300 Liter jährlich!

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